Kaum ein Gericht wird so oft falsch gemacht wie die Carbonara. Restaurants auf der ganzen Welt rühren Sahne in die Soße, nennen es „cremig” und meinen, damit einen Gefallen zu tun. In Rom würde man das als Beleidigung empfinden. Die echte Carbonara braucht keine Sahne — sie braucht Geduld, ein gutes Ei und die richtige Hand am Topf.

Fatto a mano ogni giorno

Die Carbonara entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Rom, als amerikanische Soldaten Eipulver und Speck mitbrachten. Die Römer nahmen diese Zutaten, kombinierten sie mit Pasta und Pecorino — und ein Klassiker war geboren. Heute ist sie eines der bekanntesten Gerichte der Welt. Und eines der am häufigsten missverstanden. Das Geheimnis liegt in der Temperatur und im Timing.

„Eine echte Carbonara ist keine Soße — sie ist eine Emulsion. Das Ei gart in der Restwärme der Pasta, nicht im Topf.”

Die vier Zutaten des Originals

  • Guanciale — Schweinebacke, luftgetrocknet, intensiv im Geschmack; bei uns: feinster Speck
  • Eier — frisch, ganze Eier und zusätzliche Eigelbe für mehr Cremigkeit
  • Pecorino Romano — oder eine Mischung mit Parmigiano, fein gerieben
  • Schwarzer Pfeffer — frisch gemahlen, großzügig — er ist kein Nebendarsteller
  • Spaghetti — oder Rigatoni, immer al dente gekocht

La pasta nostra

Die Zubereitung — Schritt für Schritt

Guanciale oder Speck in einer Pfanne ohne Öl langsam ausbraten, bis er knusprig ist. Währenddessen Eier und Eigelbe mit geriebenem Käse und viel schwarzem Pfeffer verquirlen. Die Pasta al dente kochen, etwas Kochwasser aufbewahren.

  • Pasta in die Pfanne zum Speck geben — Herd ausschalten
  • Mit Kochwasser nach und nach zur gewünschten Cremigkeit bringen
  • Eier-Käse-Mischung dazugeben und sofort rühren
  • Sofort servieren — Carbonara wartet auf niemanden
Wo gutes Essen und gute Gesellschaft zusammenkommen

Bei Cascina servieren wir unsere Spaghetti Carbonara mit feinem Speck und frischen Eiern, täglich zubereitet — zu 11,90 €. Keine Fertigprodukte, keine Abkürzungen. Das Ergebnis ist eine Pasta, bei der die Soße seidig glänzt und der Pfeffer leise brennt. Genau so, wie es in einer römischen Trattoria sein sollte.

„Wer einmal eine echte Carbonara gegessen hat, versteht, warum Sahne hier keinen Platz hat.”

Wir empfehlen dazu einen leichten Weißwein — einen Frascati aus den Albaner Bergen, dem natürlichen Begleiter der römischen Küche. Und danach vielleicht ein Glas Amaro für die Verdauung.

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Ristorante Cascina
Kirchheim bei München